Suchst du neue Mates, mit denen du gemeinsam spielen kannst? Oder willst du dein Können vielleicht mit der Welt teilen? Ist es die Community, die dich lockt? Diese und viele weitere Beweggründe bringen immer mehr Menschen zu unterschiedlichen Streaming-Plattformen. Damit du deine eigene Ecke im Internet so gestalten kannst, wie du es gern möchtest, verraten wir dir jetzt, wie ein gutes Streaming-Setup aussieht, welche Leistung dein PC braucht und welches Zubehör essenziell ist. Lies hier mehr!

Kurz und knackig – deine Streaming-Setup-Checklisten

Bevor wir tiefer in die Welt des Streamens eintauchen, wollen wir dir einmal übersichtlich die wichtigsten Punkte zusammenstellen. Dazu haben wir eine kleine Checkliste aufgestellt, anhand derer du ganz einfach prüfst, ob du schon durchstarten kannst oder noch etwas fehlt. Folgendes ist das A und O für deinen ersten Online-Auftritt:

  • Ein PC mit ausreichend Leistung
  • Ein Monitor
  • Kopfhörer
  • Ein Mikrofon (ggf. auch im Headset eingebaut)

Im Grunde reicht es also zu Beginn, wenn du dein ganz normales Gaming-Setup – wie dieses genau aussieht, erfährst du in diesem Beitrag – auch zum Streamen verwendest. Du brauchst zunächst nichts, was du nicht eh schon da hast. Das einzige Hindernis kann die Leistung deines Rechners sein – dazu aber später mehr.

Hast du schon einige Follower generiert, bist regelmäßig live und hast darin eine wahre Leidenschaft gefunden, ist es vielleicht an der Zeit, dein Streaming-Setup aufzurüsten. In diesem Falle ist die folgende Hardware in der Regel ein guter, erster Anlaufpunkt:

  • Zweiter Monitor (hier kannst du deinen Stream sehen und mit deinen Zuschauern kommunizieren)
  • Ein externes, hochwertiges Mikrofon
  • Eine Webcam (alternativ kannst du auch eine externe Kamera anschließen)
  • Ein dedizierter Streaming-PC mit Capture Card (so splittest du die Leistung, v.a. bei grafik- und CPU-lasting Games sinnvoll)
  • Stream Deck (um schneller Commands ausführen zu können)

Der Streaming-PC – das Herzstück deines Setups

Während du Monitor, Tastatur und Maus universell und für alle Aufgaben einsetzen kannst, ist das beim Rechner in der Regel anders. Hier werden spezielle Systeme konzipiert, die genau darauf abgestimmt sind, was du damit machen möchtest. Du solltest also vorher wissen, welche Spiele dein Interesse geweckt haben und ob du diese immer auf den höchsten Einstellungen spielen möchtest.

Doch das ist nicht die einzige Frage. Denn auch zum Streamen braucht dein Computer ein gewisses (zusätzliches) Maß an Leistung. Wenn du dieses nicht gerade durch ein Dual-PC-Setup bereitstellen möchtest – was das genau bedeutet, erklären wir gleich noch –, musst du deinen Gaming-Rechner entsprechend konzipieren. Wir ordnen diese Systeme in zwei Kategorien ein: die Anfänger-/Mittelklasse-Option und das Profi-/High-End-Streaming-Setup.

Ein solider Start – der gute Streaming-PC

Um dein erstes Streaming-Setup zusammenzustellen, reicht – wie schon erwähnt – wahrscheinlich dein herkömmlicher Gaming-PC schon völlig aus. Twitch, eine der beliebtesten Plattformen, um Spiele live zu übertragen, gibt folgende Systemanforderungen zum Nutzen des Dienstes an:

  • Prozessor: Intel Core i5-4670 (bzw. das Ryzen-Pendant) oder besser
  • Arbeitsspeicher: 8 GB DDR3 oder besser
  • Betriebssystem: Windows 7 oder aktueller
Jemand sitzt vor einem PC und streamt ein Spiel

Foto: © AronPW, Lizenz: Creative Commons CC0 1.0, Quelle: Unsplash.com

Die Grafikkarte spielt beim Streaming-Setup an sich tatsächlich erst einmal keine Rolle. Sie ist anschließend nur für die Games essenziell, die du übertragen möchtest. Hier empfehlen wir dir, zu einer Nvidia GTX 1660, einem Äquivalent oder einer besseren Option zu greifen. Und allgemein sind die Spiele ein wichtiges Stichwort. Denn: Während die von Twitch beschriebenen Grundanforderungen für Games wie LoL oder CS:GO ausreichen mögen, kann dir natürlich auch einmal der Sinn nach deutlich leistungsstärkeren stehen. Wir würden dir darum immer einen Streaming-PC mit etwas mehr Power empfehlen. Das bedeutet konkret:

  • Prozessor: Intel i7 bzw. Ryzen 7
  • Arbeitsspeicher: 16 GB DDR4
  • Betriebssystem: Windows 10

Kombiniert mit einer Nvidia GeForce RTX 2060 (oder auch der etwas älteren GTX 1070) kannst du mit diesem Streaming-Setup so gut wie alles in sehr guter Qualität übertragen. Auch für die Zukunft bist du mit einem solchen System gut gewappnet. Willst du aber noch mehr, dann ist das High-End-Setup das richtige für dich!

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Zuletzt aktualisiert am 27. Januar 2022 um 5:30 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

High-End-Streaming-Setup – für Ultra-Power

Liebst du grafiklastige Spiele, am besten sogar MMOs, auf deren Servern hunderte Player gleichzeitig unterwegs sind? Dann wirst du auch mit unserem guten Streaming-Setup leider irgendwann an deine Grenzen kommen. Denn während du die Settings durchaus runterschrauben kannst, ist es doch einfach nicht mehr ganz das intensive Erlebnis, oder?

In diesem Fall ist es Zeit, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen und dir ein High-End-Gerät zu kaufen. Hier soll es wirklich an nichts fehlen. Die Specs, die wir zusammengetragen haben, sind selbst für lange Streams von Games wie Cyberpunk 2077, Battlefield 2042 oder Black Desert Online geeignet:

  • Prozessor: Intel i9
  • Arbeitsspeicher: 32 GB DDR4
  • Betriebssystem: Windows 10

Kombinieren solltest du diesen PC am besten mit einer Nvidia GeForce RTX 3080 – einer der hochleistungsfähigsten Grafikkarten am Markt. Diese kann so ziemlich alles abbilden, was du dir je erträumen konntest. Ein solches Streaming-Setup bietet dir nicht nur die Möglichkeit, deine Spiele mit den besten Settings zu zocken, sondern sie auch entsprechend zu streamen.

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Dual-PC-Setup – ungestört streamen

Egal wie gut dein Streaming-Setup ist, im Grunde bleibt der Fakt bestehen, dass die Live-Übertragung immer etwas Leistung von den Games wegnimmt. Um das zu verhindern, sind vor allem bei professionellen Streamern die Dual-PC-Optionen in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Hierbei verwendest du grundlegend zwei Rechner: einen für Programme wie OBS, die das Bild übertragen, und einen zum Zocken an sich. So wird die Leistung perfekt gesplittet und du hast keine Probleme, dass du in Game deine Einstellungen runterdrehen musst. Folgende Hardware sollte in den Streaming-Computer:

  • Prozessor: mind. Intel i5 – er übernimmt die Hauptaufgabe, willst du also eine bessere Übertragungs-/Bildrate erreichen, ist das die Komponente, die du aufrüsten solltest
  • Arbeitsspeicher: 8 GB DDR reicht völlig aus – hier wird nur der Stream encoded
  • Grafikkarte: Basis-Modell oder gar ein OnBoard-Grafikchip reichen aus, da diese nur die Software des Streams bedienen müssen
  • Betriebssystem: mind. Windows 7

Um beide Systeme zu verbinden, kannst du entweder eine Capture Card oder eine spezielle Software verwenden. Die Hardware-basierte Option verspricht dabei allerdings weniger bis keinen Leistungsverlust und ist bei Profis darum favorisiert.

Die Installation einer Capture Card ist übrigens denkbar einfach: Das kleine Gerät wird einfach zwischen Gaming-PC und Monitor geschaltet und gibt die Signale per USB an den Streaming-Rechner weiter. Hier wird das Bild dann weiterverarbeitet und live an deine Zuschauer übertragen. Das gleiche System kannst du auch bei deiner Konsole anwenden.

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Das Streaming-Setup: Was gehört noch dazu?

Auch wenn der Rechner an sich das Herzstück deines Setups ist, brauchst du noch einige weitere Komponenten, die deinen Stream vollenden. Wichtig ist hier vor allem das Internet. Denn nur mit einer stabilen Verbindung kannst du garantieren, dass deine Übertragung zuverlässig läuft und nicht ruckelt. Unsere Empfehlung ist eine Upload-Geschwindigkeit von 5000 kBit/s, wenn du mit 60 fps und einer Qualität von 1080p streamen willst.

Damit deine Show zudem gut ankommt, ist ein weiteres Hardware-Teil wichtig: das Mikrofon. Denn es ist die Hauptquelle, durch die du mit deinen Zuschauern kommunizieren kannst. Gerade zu Beginn reicht hier ohne Frage die im Headset integrierte Variante. Willst du eine noch bessere Qualität erreichen, empfiehlt es sich auf ein externes Modell zurückzugreifen.

Weniger wichtig, aber für die meisten doch irgendwie essenziell: die Webcam. Da du – zumindest beim Zocken – oftmals nur ein kleines Bild deines Gesichts einspielen wirst, kannst du hier getrost auch erstmal zu einer günstigen Variante greifen. Später ist die DSLR (hier darauf achten, dass sie auch für die Videoaufnahmen geeignet ist) kombiniert mit dem Ringlicht natürlich das Non-Plus-Ultra.

Immer bereit: Ist ein Streaming-Laptop sinnvoll?

Ein fester Zeitplan wird dir wahrscheinlich von allen Streaming-Ratgebern empfohlen. Doch dieser ist nicht immer so leicht einzuhalten, gerade wenn du viel unterwegs bist oder gar zwei Wohnsitze hast, zwischen denen du wechselst. Ein Laptop ist dann meist das Mittel der Wahl zum Zocken. Doch kannst du damit auch die Live-Übertragungen starten?

Tatsächlich ist das im Grunde möglich. Allerdings solltest du beachten, dass die meisten Notebooks eine geringere Leistung mitbringen als der Desktop-PC. Zudem kannst du die Hardware nicht so leicht upgraden. Dennoch: Orientierst du dich in etwa an den oben genannten Specs, wirst du auch mit deinem Laptop streamen können.

Weiterführende Links
www.streamingwelt.com/streaming-pc/
www.streamingwelt.com/2-pc-streaming-setup/
www.streamingwelt.com/streaming-laptop/
www.trendblog.euronics.de/…/streamer-guide-das-braucht-ihr-fuer-euer-streaming-setup-62468/
www.stern.de/…/streaming-set-up–diese-technik-brauchen-sie-dafuer-9296272.html
www.streamingwelt.com/2-pc-streaming-setup/