So richtig macht das Computerspielen ja nur Spaß, wenn auch die Grafik stimmt. Davon mal abgesehen, dass manche Spiele ohne die passende Gaming-Grafikkarte gar nicht starten, mag es schließlich keiner seine Gegner durch den Pixelmatsch erkennen zu müssen. Damit du alle großen (und kleinen) Titel mit Top-Stats spielen kannst, geben wir dir Tipps rund um die beste Grafikkarte. Diese muss nämlich nicht nur zu deinem Geldbeutel, sondern auch zu deinen Anforderungen passen. Spielst du lieber LoL, dann können wir dir versprechen, dass du weniger Leistung brauchst als bei den neuesten RPGs.

Warum du eine Grafikkarte brauchst

Nach wie vor ist die Grafikkarte eine der wichtigsten Komponenten im Gaming-PC. Während für die meisten Office-Anwendungen und zum Teil selbst für die gelegentliche Bild- und Videobearbeitung die Grafikeinheiten der CPUs ausreichen, ist das nur bei den allerwenigsten Spielen der Fall. Denn diese winzigen Chips bieten einfach nicht die Leistung, die du zum Zocken brauchst. Auch OnBoard-Karten sind in den seltensten Fällen ausreichend – und selbst wenn du einen Titel zum Starten bekommst, musst du meist starke Abstriche bei den FPS und dem allgemeinen Spielgefühl machen.

Willst du also ab und an auch mal einen AAA-Titel spielen, liebst es in einer besonders real wirkenden virtuellen Welt unterwegs zu sein oder legst einfach Wert auf ein ruckelfreies Spielerlebnis, dann wird es Zeit für eine ordentliche Gaming-Grafikkarte. Dabei stehen dir die unterschiedlichsten Modelle zur Verfügung und von 50,– € bis über 1000,– € ist jedes Budget abgedeckt. Nun gilt es die Frage zu klären, was die beste Grafikkarte für dich ist.

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Zuletzt aktualisiert am 26. September 2020 um 3:28 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Gaming-Grafikkarten: 2 Top-Anbieter

Natürlich gibt es auf dem Markt unzählige Hersteller für Grafikkarten. Jedoch stechen zwei besonders hervor und dominieren das Geschehen: NVIDIA mit seinen GeForce-Modellen und AMD mit seinen Radeon-Grakas. Beide Anbieter weisen einige grundlegende Unterschiede auf, die abgewogen sein wollen.

Rechenkerne

In der Regel bringen die Radeon-Grafikkarten mehr Rechenkerne mit. Damit eignen sie sich neben dem Zocken auch besonders für langwierige Berechnungen, wie sie unter anderem bei wirtschaftlichen Simulationen nötig sind. Auch bei der Darstellung von 3D-Modellen haben sie damit die Nase vorn.

Jedoch hat NVIDIA die verbauten Rechenkerne auf die Prozesse des Gamens optimiert. Das ist auch der Grund dafür, dass meist eben weniger Leistung gebraucht wird. Willst du deinen PC entsprechend hauptsächlich zum Zocken nutzen, haben die GeForce-Karten oft einen Vorteil. Dieser wird noch größer, wenn die Spiele auf DirectX 11 laufen. Hingegen sind die DirectX 12 basierten Spiele so optimiert, dass sie die höhere Kernanzahl von AMD komplett ausnutzen.

Taktfrequenz

Im Grunde versteht man unter der Taktfrequenz erst einmal den Basistakt einer Grafikkarte. Das heißt also, die Frequenz mit der die Graka minimal arbeitet. Ist hier ein höherer Wert hinterlegt, kannst du davon ausgehen, dass die Karte in den Spielen eine bessere Leistung erbringen wird. Dabei stattet NVIDIA seine Karten in der Regel mit höheren Taktfrequenzen aus. Jedoch lässt sich auch sagen, dass je nachdem in welchem Preissegment du dich bewegst, du auch mehr (oder weniger) Leistung erwarten kannst.

Übrigens: Häufig werden neben dem Basistakt auch ein Turbo- oder Boost-Takt angegeben. Diesen erreicht die Gaming-Grafikkarte nur, wenn sie zuvor gut gekühlt war. Dadurch kann die ursprüngliche Leistung auch für eine begrenzte Zeit überschritten werden. Spielst du jedoch sehr lange und der Chip läuft somit langsam heiß, wird die Leistung wieder auf den Ausgangs-Takt zurückgesetzt.

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Speicher

Der Grafikspeicher ist entscheidend, damit deine Spiele auf Dauer auch wirklich auf Top-Einstellungen laufen können. Dabei verwenden die meisten modernen Grafikkarten nach wie vor den GDDR5-Speichertyp. Nur wenige, sehr teure Modelle setzen auf die GDDR5X-Technologie, die einige, im Alltag aber eher unerhebliche Vorteile bietet.

Betrachten wir unsere beiden Top-Anbieter, sieht es wie folgt aus: Die Karten von AMD haben oft einen HBM2 (High-Bandwith-Memory 2) Speicher verbaut. Dieser überzeugt dank seiner hohen Bandbreite mit schnelleren Ladezeiten. Die besten Grafikkarten von NVIDIA hingegen setzen auf den aktuellen GDDR6-Speicher. Auch dieser ist schneller als das GDDR5-System.

Damit deine Gaming-Grafikkarte auch wirklich zukunftsfähig ist, solltest du möglichst auf 8GB Speicher setzen. 4 GB ist das Minimum für die meisten Spiele, darunter dürfen nur absolute Spar-Varianten liegen. Die neuesten (und auch teuersten) Grakas bringen sogar gleich 11 GB mit.

Fazit: AMD oder NVIDIA?

Ob du dich für eine GeForce- oder eine Radeon-Karte entscheidest, liegt im Grunde bei dir. Jedoch wollen wir an dieser Stelle festhalten, dass NVIDIA, wenn es um die technischen Details geht, oft die Nase vorn hat. Vor allem den Energieverbrauch hat der Hersteller bei seinen aktuellen GPUs deutlich optimiert und verbessert. AMD hingegen überzeugt vor allem durch seine – meist doch deutlich – günstigeren Preise.

Worauf du beim Kauf achten musst

Hast du dich für einen Hersteller oder sogar schon eine Karte entschieden? Dann heißt es jetzt noch einmal genau zu prüfen, ob diese auch wirklich für deine Zwecke (und auch dein Setup) geeignet ist. Dabei wollen wir dir eine kleine Checkliste mit auf den Weg geben:

  • Leistung. Für aktuelle Spiele solltest du mindestens 2GB, besser 4GB Arbeitsspeicher einplanen.
  • Grafikchip. Dieser sollte möglichst neu sein, denn dann ist auch die aktuelle Technologie verarbeitet worden.
  • Anschlüsse. Vermeide Adapter, um deine Grafikkarte mit dem Bildschirm zu verbinden, und prüfe vorher, ob die Anschlüsse zusammenpassen – HDMI und ein DisplayPort sind optimal.
  • Kompatibilität. Für High-End-Karten sollte auch der Rest deines PCs entsprechend aufgebaut sein (d.h. mind. Quad-Core-Prozessor, Full-HD-Monitor sowie leistungsstarkes Netzteil).
  • Größe. Prüfe vorher, ob eine große Graka auch Platz im Gehäuse hat.

Auf deine Spiele abgestimmt

Wir wissen, dass nicht jeder immer die Ultra-High-End-Games spielen möchte. Und selbst wenn, dann muss die Grafikeinstellung noch immer nicht auf die höchsten Werte gedreht werden. Ein sicherer Weg für dich, um noch einmal zu prüfen, ob deine Gaming-Grafikkarte zu dir passt, ist sich die Systemanforderungen deiner Spiele anzuschauen. Diese machen nämliche genaue Angaben über die Mindestausstattung. Für einige Top-Titel haben wir diese hier noch einmal aufgeschlüsselt:

  • APEX Legends: 3 GB Arbeitsspeicher, kompatibel mit DirectX 11 (mind. GeForce GTX 970 / Radeon R9 290)
  • Battlefield 5: 2 GB Arbeitsspeicher, kompatibel mit DirectX 11 (mind. GeForce GTX 660 / Radeon HD 7850)
  • Call of Duty: Modern Warfare: 3,5 GB Arbeitsspeicher, kompatibel mit DirectX 11 (mind. GeForce GTX 970 / Radeon R9 390)
  • Divinity: Original Sin 2: 1 GB Arbeitsspeicher, kompatibel mit DirectX 11 (mind. GeForce GTX 550 / Radeon HD 6870)
  • Dota 2: 1 GB Arbeitsspeicher, kompatibel mit DirectX 9 (mind. GeForce 8600 / Radeon HD 2600)
  • Civilization VI: 1 GB Arbeitsspeicher, kompatibel mit DirectX 11 (mind. GeForce GTX 450 / Radeon HD 5570)
  • Counter Strike: Global Offensive: 256 MB Arbeitsspeicher, DirectX 9 unterstützend
  • GTA V: 2 GB Arbeitsspeicher, kompatibel mit DirectX 10 (mind. Radeon HD 7870 / GeForce 660)
  • Fortnite: 2 GB Arbeitsspeicher, kompatibel mit DirectX 11 (mind. GeForce GTX 660 / Radeon HD 7870)
  • Fifa 20: 2 GB Arbeitsspeicher, kompatibel mit DirectX 11 (mind. GeForce GTX 660 / Radeon HD 7850)
  • League of Legends: 1 GB Arbeitsspeicher, kompatibel mit DirectX 9 (mind. GeForce 8800 / Radeon HD 5670)
  • Path of Exile: 1 GB Arbeitsspeicher, kompatibel mit DirectX 11 (mind. GeForce 7800 GT / Radeon X1950)
  • Player Unknown’s Battlegrounds: 2 GB Arbeitsspeicher, kompatibel mit DirectX 11 (mind. GeForce GTX 960 / Radeon R7 370)
  • Rainbow Six: Siege: 1 GB Arbeitsspeicher, kompatibel mit DirectX 11 (mind. GeForce GTX 460 / Radeon HD 5870)
  • The Witcher 3: 2GB Arbeitsspeicher, kompatibel mit DirectX 11 (mind. GeForce GTX 660 / Radeon HD 7870)
  • World of Warcraft Classic: 512 MB Arbeitsspeicher, kompatibel mit DirectX 11 (mind. GeForce 8800 GT / Radeon HD 4850)

Übrigens: Wir haben hier wirklich nur die Mindestanforderung der momentan (Stand Dezember 2019) populären Spiele vermerkt. Um das volle Spielerlebnis mitzunehmen, darf die Grafikkarte ruhig ein wenig bessere Stats haben. Das garantiert dir außerdem, dass du auch wirklich für die Zukunft gewappnet bist!

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Fazit: Welche ist die beste Gaming-Grafikkarte?

Wahrscheinlich hat sich für dich vor allem eines herausgestellt: Es gibt nicht die eine, ideale Gaming-Grafikkarte, die für alle optimal ist. Stattdessen ist es deine eigene Präferenz, die entscheidend ist. Dabei solltest du dir einige Fragen stellen, bevor du dich für ein Modell entscheidest: Welche Spiele willst du spielen? Wie viel Geld möchtest du ausgeben? Und was willst du sonst noch an deinem PC machen?

Im Grund können wir dir nur raten, zu Grafikkarten mit einem Arbeitsspeicher von 4 GB oder mehr zu greifen, denn dann bist du auf der sicheren Seite. Dabei müssen das nicht unbedingt die Flaggschiffe wie die aktuelle NVIDIA GeForce RTX 2080 oder die AMD Radeon VII sein. Oft sind diese nämlich schon ein Overkill, vor allem wenn du nicht den passenden Monitor für die Leistung hast.

Quellen
www.praxistipps.chip.de/grafikkarte-kaufen-worauf-achten-die-wichtigsten-kriterien_43369
www.grafikkarten-test24.de/…/worauf-sollte-man-beim-kauf-einer-grafikkarte-achten-hilfe-bei-der-kaufentscheidung/
www.systemanforderungen.com/
www.deanshardware.de/review/die-besten-grafikkarten-im-jahr-2019/
www.techbook.de/gaming/beste-grafikkarten-pc-vergleich
www.computerbase.de/…/#diagramm-performancerating-1920-1080
www.pcwelt.de/ratgeber/Neue-Grafikkarte-Das-gibt-es-beim-Tausch-zu-beachten-Hardware-Upgrade-9628500.html
www.pc-erfahrung.de/grafikkarte/vga-einkaufstipps.html